Die psychische Ausgeglichenheit des Pferdes

Ich lerne immer wieder Pferdebesitzer kennen, die Ihr Pferd in der Box oder Paddockbox stehen haben. Im Sommer kommt das Pferd regelmässig auf die Weide. Im Winter allerdings höchstens ein paar Stunden auf den Paddock. Teilweise ohne anderen Pferdekontakt.

Um die Ausgeglichenheit eurer Pferde zu erhalten, ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, dass Sie sich austoben und den Kopf frei bekommen. Richtig los buckeln können, wenn ihnen danach ist.

Verspielte Pferde brauchen den Kontakt zu anderen Pferden oder ihr müsst ihr der Spielkamerad sein. Lasst euer Pferd mit einem großen Spielball spielen. Meiner liebt das.

Wenn das nicht so der Fall für euren ist, überlegt euch interessante Bodenarbeitsübungen um mit ihm zu spielen.

Ich lasse meine Pferde regelmässig in der Halle oder auf dem Paddock toben. Das Training alleine als Bewegung zu sehen, reicht hier leider nicht, da sich die Pferde hier körperlich und/oder psychisch anstrengen müssen.

Daher kann ich nur jedem empfehlen, Abwechslung in die Tage mit euren Pferden rein zu bringen. Denn es macht Spaß, wenn ihr merkt, wie glücklich euer Pferd ist und wie sehr es euch vertraut!

4.3.15 09:57, kommentieren

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Schieftragen des Schweifes

Heute ein kleiner Exkurs aus dem Reich der Anatomie. Die Informationen erhalte ich von meinem Studiums zur Pferdepsychologin/-verhaltenstherapeutin.

Kennt ihr Pferde, die den Schweif schief halten? Dieses Verhalten kommt nicht selten vor und kann eine Teils angeborene, teils erworbene Krankheit des Schweifmuskels sein.

Die Schiefhaltung beruht auf einer vom Muskel, vom Nerven, oder vom Gelenk ausgehenden kontraktur (Verkürzung oder Schrumpfung des Gewebes). Sie kann auch eine Muskelschwäche sein.

Bei einem Rückenleiden z.B. wird der Schweif nur in der Ruhephase gerade gehalten, jedoch in der Bewegung schief gestellt.

Als Physiotherapie muss in dem Fall die Behandlung der Rückenschmerzen erfolgen. Dies kann mit Massagen der Schwanzmuskulatur einhergehen.

Ich rate jedem Pferdebesitzer, sich sein Pferd ganz genau zu betrachten. Wie läuft es im Schritt, wie bewegen sich die Beine, der Kopf, ohne Hilfszügel, an der Longe. Wölbt sich der Rücken, tritt es unter, bewegen sich die langen Rückenmuskeln im Takt, Schwingt der Rücken bis zum Becken im Trab mit, welche Händigkeit hat das Pferd, usw.

Wenn ihr die Bewegungsabläufe im gesunden Zustand kennt, könnt ihr auch beurteilen, wie sie im Krankheitsfall aussehen.

Schönen Sonntag!

 

1.3.15 12:29, kommentieren