Tünnes und Rene haben wir vor 1,5 Jahren geerbt. Eigentlich der Schwager meines Freundes, aber er hat kein Interesse an den Pferden. Somit helfen wir mit beim Versorgen der Pferde, bei Krankheiten und nun auch ein wenig Beschäftigungstherapie.

Sie sind zwei Hengste und stehen zusammen auf einem Paddock. Tünnes ist ein 10 jähriger, sportlicher Haflinger und Rene ein 20 jähriger Friese.

Tünnes leidet unter Sommerekzem und Rene unter Mauke. Rene ist früher mal geritten worden, er hat allerdings einen starken Hängerücken, so dass sich das nicht mehr anbietet. Bei Tünnes weiß man nicht, ob er geritten wurde. Wir haben auch kein Equipment für ihn. Ich möche mein Training nur auf Tünnes beschränken. Rene darf sich auf der Weide ausruhen oder toben.

Tünnes ist sehr mißtrauisch. Er ist ein netter Kerl, wenn ihm etwas aber nicht passt, zeigt er das mit austreten oder steigen.

Herausforderung

Da Tünnes sehr auf Rene fixiert ist, muss ich hier versuchen, mich als Herdenmitglied einzugliedern. Momentan akzeptiert er mich, wenn es aber hart auf hart kommt, könnte er mich überrennen. Er hat noch kein Vertrauen in mich. Mein Ziel ist es, ihm Vertrauen zu geben. Dafür habe ich 2014 mit Bodenarbeit angefangen. Da wir keine geeigenten Trainigsorte haben, mussten wir den Winter aussetzen. Jetzt geht es, sobald es wieder trocken und länger hell ist, weiter.